Sehnsuchtsort Zug

Aus Angst vor dem Coronavirus bin ich immer noch extrem vorsichtig, was öffentliche Verkehrsmittel angeht. In der Zeit vor Corona war ich oft unterwegs. Ich bin in andere Städte gefahren, um Interviews zu führen. Ich habe meine Eltern besucht. Ich bin gerne verreist. Und fast immer mit dem Zug. Wie sehr ich es vermisst habe, habe ich vorgestern so richtig gemerkt. Die Bahn war glücklicherweise extrem leer. Ich suchte mir einen wunderschönen Sitzplatz am Fenster und konnte das tun, was mir beim Zugfahren so gut gefällt:

  1. Auf dem Laptop schreiben
  2. die ZEIT lesen
  3. aus dem Fenster starren und tagträumen

Mir war gar nicht klar, dass ich all das so sehr vermisst hatte. Bis ich im Zug saß und in mir ein Gefühl von tiefer Zufriedenheit spürte. Auch schön. Gerne wieder.

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Allgemein

Von peggyelf

Ich bin Tochter einer Mutter mit Alzheimer und Mutter von drei Töchtern. Ich schreibe schon viele Jahre beruflich über Herausforderungen von Familien – und stecke selber mitten in einer drin. In diesem Blog lest ihr von meinen Gedanken und Erfahrungen: vom „Alzheimer und wir“

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